Libellen sind wunderschöne, schnelle Fluginsekten in Wassernähe. Wie die meisten Netzflügler stehen sie unter Artenschutz und dürfen nicht bekämpft werden.
Libellen mit 56 Arten
Libellen zeichnen sich durch einen langgestreckten und sehr schmalen Hinterleib, einen sehr beweglichen Kopf mit großen Facettenaugen, kräftig beißenden Mundwerkzeugen und kurzen borstenähnlichen Fühlern aus.
Eintagsfliegen mit 58 Arten
Den größten Teil ihres Lebens verbringen Eintagsfliegen im Larvenstadium. Zu den Eintagsfliegen gehören einige der ältesten Insektenarten, die bekannt sind. Oft treten sie in auf- und abschwebenden Schwärmen auf. Gegen Abend sind sie manchmal in größerer Anzahl zu sehen.
Steinfliegen mit 37 Arten
Steinfliegen halten sich bevorzugt am fließenden Wasser auf. Dort fühlen sie sich ihr ganzes Leben lang wohl, sowohl als Larve, als auch als ausgewachsenes Tier.
Schnabelfliegen mit 5 Arten
Schnabelfliegen zeichnen sich durch ihren nach unten gezogenen schnabelähnlichen Kopf aus. In dieser Schnabelspitze befinden sich der Mund und die kleinen Mundwerkzeuge. Die Fühler sind lang und faden- oder borstenähnlich. Schnabelfliegen haben 4 fast gleichgroße und gleichförmige Flügel. Im Ruhezustand liegen sie bei den meisten Arten flach waagerecht auf dem Rücken und zeigen nach hinten. Sie lassen den Körper so unverhüllt. In seltenen Fällen sind die Flügel ganz verkümmert. Die Beine sind lang und schlank.
Netzflügler mit 63 Arten
Die Larven und die voll entwickelten Netzflügler sind Fleischfresser. Einige Arten leben in und am Wasser, während sich andere auf Pflanzen aufhalten und sich von Blattläusen ernähren. Einige Netzflügler leben von kleineren Tieren unter loser Baumrinde. Andere Arten suchen ihre Beute in Erdgängen oder graben Fallen in sandiger Erde (Ameisenlöwe).
Köcherfliegen mit 219 Arten
Köcherfliegen haben nur eine sehr geringe Anzahl von quer verlaufenden Adern auf ihren Flügeln. Das vordere Flügelpaar ist häufig mehrfarbig gezeichnet. In der Ruhephase liegen die Flügel dachförmig zusammen. Die hinteren Flügel, die breiter sind, werden gefaltet. Diese Insekten ähneln in vielerlei Hinsicht kleinen Nachtfaltern. Vor allem die größeren Arten fliegen nachts zu Blumen, genauso wie Nachtfalter.
Gemeinsam haben die meisten der obigen Insekten, dass sie zwei paar durchsichtige Flügel besitzen. Die Flügel sind nicht wie bei Schmetterlingen mit Schuppen bedeckt, bei den Köcherfliegen aber dicht mit Haaren verkleidet.