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Wespenstiche: Informationen und Notfall-Tipps

News 12.07.2016 10:25

Fast jeder von uns hat die Erfahrung schon gemacht. So ein Bienen- bzw. Wespenstich ist ganz schön schmerzhaft. Aber warum eigentlich?

Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen verteidigen sich gegen Angreifer mit einem Stachel, der auf deren Hinterleib sitzt. Mit diesem spritzen sie ein Gift in den Gegner, welches dann eine schmerzhafte, rote Schwellung zur Folge hat.

Was ist in Wespengift eigentlich enthalten?

Wespengift enthält Amine, Polypeptide sowie verschiedene Enzyme. Die Amine und Peptide sind hauptsächlich für den starken Schmerz verantwortlich. Die Enzyme bewirken, dass sich das Gift im Gewebe rasch verteilen kann. Zudem sind die Enzyme Phospholipase A und Phospholipase B die wichtigsten Allergene im Bienen- und Wespengift.

Wird man gestochen, reicht es im Normalfall aus, den womöglich noch in der Haut steckenden Stachel zu entfernen und die Einstichstelle zu kühlen.

Liegt jedoch eine Insektengiftallergie vor, kann ein Stich lebensbedrohliche Folgen haben. Reagiert man auf Insektengift allergisch, so produziert der Körper Antikörper (Abwehrstoffe), welche wiederum zur übermässigen Freisetzung von Histamin führt.

In einem solchen Fall treten schon bald nach dem Stich Symptome auf.

Lebensbedrohliche Symptome

Die Auswirkungen einer solchen Allergie können von Rötungen und Schwellungen bis hin zu Quaddeln, Schluckbeschwerden, Atemnot, Herzrasen und massiven, bedrohlichen Schwellungen führen. Der Blutdruck kann absinken und zu massiven Kreislaufbeschwerden, bis hin zur Ohnmacht führen.

In solchen Fällen handelt es sich um einen Notfall und es muss sofort ein Rettungsdienst/Arzt gerufen werden.

Spätes Auftreten

Die Allergie muss nicht schon im Kindesalter auftreten. Viele Betroffene reagieren erst im Erwachsenenalter mit allergischen Reaktionen. Man geht davon aus, dass etwa 4-5% der Bevölkerung an einer Insektengiftallergie leiden. Leider fordert diese Allergie jährlich einige Todesopfer.

Immunisierung

Wurde eine schwere Allergie festgestellt, empfiehlt es sich, eine Hyposensibilisierung durchführen zu lassen. Dabei wird über einen längeren Zeitraum der Körper durch Impfungen mit geringen Dosen des Allergieauslösers immunisiert.

Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Arzt. Mehr Informationen und Adressen in Ihrer Nähe finden Sie hier: Initiative Insektengift

Prävention

Bienen, Wespen und Co. können nicht als Schädlinge bezeichnet werden, denn sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem. Dennoch kann das Anbringen von Insektengittern einen Schutz darstellen und ist daher für Allergiker unverzichtbar.

Sie wünschen Beratung? Dann kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns über Ihre Anfrage

 

Aktualisiert: 12.07.2016 10:41

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