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Bettwanzen (Cimex lectularius)

Bettwanzenproblem im Schlafzimmer?

Die Bettwanze (Cimex lectularius) ist, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in der Nähe von Betten und Matratzen zu finden, in Hotelzimmern, Herbergen, Motels, aber auch in Schlafzimmern von privaten Wohnhäusern und Wohnungen. Die Zunahme und Verbreitung der Bettwanze wurde durch die erhöhte Reiseaktivität des Menschen gefördert.

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Was genau sind Bettwanzen? 

Die gemeine Bettwanze, Cimex lectularius, ist ein kriechendes und stechendes Insekt, das zu den den flügenllosen Insekten gehört. Es sind vorwiegend nachtaktive Insekten, die sich tagsüber verbergen und deshalb schwierig zu finden sind.

Wie sehen Bettwanzen aus? 

 Entwicklung Bettwanzen - Eier Nymphen und Erwachsene

 

  • Die erwachsenen Bettwanzen sind zwischen 5 und 10 mm lang und haben eine dunkelbraune Färbung, die sich nach der Nahrungsaufnahme in ein schwaches Rot verwandelt. 
  • Jüngere Tiere, Nymphen genannt, messen gerade einmal 1 mm und sind anfangs transparant oder durchscheinend. Die Nymphen häuten sich fünf Mal und müssen für die Entwicklung zum nächsten Stadium Blut aufnehmen.
  • Die Eier sind weiss und gerundet, 1 mm lang und 0,5 mm breit. Sie sind etwas wie weisse Körner die nebeneinander liegen. Die Entwicklungszeit dauert 6-20 Tage, je nach Temperatur und Feuchtigkeit.

Wovon ernähren sich Bettwanzen?

Bettwanzen gehören zu den blutsaugenden Insekten, sie ernähren sich von Blut. Sie werden von der Körperwärme und dem Kohlendioxid angezogen, das Menschen beim Atmen abgeben. Die Nahrungsaufnahme kann jederzeit erfolgen, geschieht jedoch bevorzugt nach Einbruch der Dunkelheit. Etwa alle 5 bis 10 Tage wird Nahrung aufgenommen.

Ihr bevorzugter Wirt ist der Mensch, doch in dessen Abwesenheit ernähren sie sich auch vom Blut anderer Warmbüter. Nach der Nahrungsaufnahme verlassen sie den Wirt und kehren in ihre Verstecke in Spalten und Ritzen zurück, um zu verdauen.

Ernährung Bettwanze: saugt Blut

 

Der Koffer ist die grösste Gefahr für die Einschleppung von Bettwanzen

Da die Bettwanze vorwiegend beim Reisen miteingeschleppt wird, muss dem Koffer besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Sobald sich die Wanze nach einer Blutmahlzeit gesättigt hat, verlässt sie ihren Wirt und versteckt sich in den Matratzen, in Ritzen des Bettgestells und Polstern, in Wand- und Deckenrissen, hinter Bildern, Tapeten und Holzverkleidungen. Deshalb sollte der Koffer im Hotelaufenthalt nicht auf das Bett oder den Boden gelegt werden und sollte auch immer verschlossen sein. Zuhause packt man den Koffer am besten gar nicht im Zimmer aus, sondern im Keller oder sogar auf dem Balkon. 

Verstecke

Bettwanzen halten sich tagsüber in ihren Verstecken auf und kommen in der Nacht zu ihrer „Blutmahlzeit“ in die Betten, aber auch in die Lager von Tieren. Mit dem 3-6 minütigen Saugakt kann die Bettwanze bis zum Fünffachen des eigenen Körpergewichts an Blut aufnehmen.

Stiche kaum spürbar

Der Stich der Bettwanze ist kaum spürbar, so dass der im Schlaf gestochene Mensch nicht immer geweckt wird. Die Reaktion auf den Wanzenstich ist deutlich vom Sensibilisierungsgrad des Menschen abhängig. Wiederholte Stiche führen zur Paspelbildung. Der Juckreiz ist intensiv, Kratzeffekte sind deshalb häufig zu beobachten.

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