Rufen Sie uns an: 058 387 75 75

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)

Getreideplattkäfer

Vorkommen: Getreidelager, Mühlen, Brauereisi-los, Lebensmittelbetriebe, Haushaltungen

Wir beraten Sie gerne!

Nahrung:

Getreide, Getreideprodukte, Nüsse, Mandeln und zahlreiche andere Lebensmittel, vor allem kohlehydratreiche Produkte.

 

Schaden:

Bei Getreide vor allem Frass am Keimling. Meist als Sekundärschädling zusammen mit anderen Vorratsschädlingen an Getreide, aber auch alleiniges Vorkommen, besonders wenn der Anteil Bruchgetreide hoch ist. Larven und Imagines richten Schaden an. Wegen der geringen Grösse können Larven, aber auch
Imagines, in verpackte Lebensmittel eindringen. Dadurch kommt es zu einer hohen Wegwerfquote und zu einer Schädigung des Rufes des Herstellers.

Aussehen:

Ei: länglich (0.8 x 0.2 mm), weiss. Larve: Eilarve etwa 1 mm, erwachsene Larve 3 bis 4 mm, gelblich, glänzend. Puppe: 3 mm.      Imago: 3 mm, braun, flach

 

Entwicklung:

Die Gesamtentwicklung beträgt bei normalen Temperaturen 3 – 4 Monate. Die Lebensdauer der erwachsenen Käfer kann bis zu 3 Jahre betragen, liegt aber normalerweise bei etwa 6 bis 9 Monaten.

 

Biologie und Verhalten:

Nach einer Präovipositionsdauer von einigen Tagen bis einigen Wochen werden die Eier lose oder in Vertiefungen z.B. in Risse oder Furchen bei Samen gelegt. Bis zu 300 Eier können von einem Weibchen produziert werden. Die erwachsenen Larven verpuppen sich in der Nahrung oder in Spalten in einem nicht sehr dichten Kokon, in dem auch Nahrungsreste eingebaut sind. Die Käfer haben ein vermutlich begrenztes Flugvermögen. Sie können im Getreide auch in grösseren Tiefen vorkommen (bis zu 5m gefunden), wo sich vor allem Bruchgetreide und Mehl ansammeln und ihnen gute Ernährungsbedingungen bieten.

Ökologie:

Temperatur: Gegen mässig niedrige Werte ist der Getreideplattkäfer relativ unempfindlich. Bei Temperaturen zwischen 0 und 10 °C kann ein grosser Teil der Population bis zu mehreren Monaten überleben. Im Minusbereich (bis ca. -5 °C) ist auch ein Überleben für einige Tage möglich. Es muss also damit gerechnet werden, dass auch in ungeheizten Räumen vorkommende Schädlinge im Winter nicht aussterben. Oberhalb von 40 °C liegt der letale Bereich, in dem alle Stadien schon nach wenigen Stunden abgetötet werden. Die Entwicklung findet zwischen 15 und 38 °C statt, das Optimum liegt etwas oberhalb von 30 °C.

Feuchtigkeit: Der Optimalbereich erstreckt sich von 30 bis 90 % r. F. Bei trockeneren Bedingungen steigt die Dauer der Entwicklung an und die Zahl der produzierten Eier nimmt ab.

Nahrung: Bei qualitativ schlechter Nahrung wird die Entwicklung der Larven verlängert und die Zahl der Stadien auf 5 erhöht. Die Imagines können bei Temperaturen unter 30 °C mehrere Wochen hungern. Bei 16 °C kann es 2 Monate dauern, bis alle Individuen einer Population abgestorben sind.

Diese Website nutzt Cookies, um Ihr Online-Erlebnis noch zu verbessern.