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Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Käferplage in ihrem Vorrat?

Der Kornkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer, der vermutlich ursprünglich – wie auch die Vorfahren der heutigen Getreidearten – aus Vorderasien stammt.

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Vorkommen

Getreidelager. 

Nahrung

Getreide aller Art wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Mais, Reis, Hirse und fertige Teigwaren sowie andere ähnliche pflanzliche Vorräte. Eine Entwicklung findet auch in Eicheln statt.

Schaden

Ausfressen der Getreidekörner durch die Larven. Anfressen durch die Imagines. Oft als Primärschädlinge Wegbereiter für andere Schädlinge. Verursachen Hot spots. Beeinträchtigung der Backqualität des Mehles.

Aussehen

Ei: länglich , weiss, etwa 0.6 mm x 0.3 mm. Larve: Fusslose Made mit gelblicher Kopfkapsel. Puppe: etwa 4 mm. Imago: 4 - 5 mm, hellbraun bis fast schwarz (je nach Alter).

Käferbefall: kornkäfer bekämpfen

Entwicklung

Die Entwicklungsdauer der 3 präimaginalen Stadien bei Temparatur von 20 – 25 °C zeigt Abb. 3. Die Lebensdauer der erwachsenen Käfer liegt bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C zwischen 5 – 12 Monaten. Bei 10 – 12 °C können die Käfer evtl. über 2 Jahre am Leben bleiben. 

Biologie und Verhalten

Einige Tage nach dem Schlüpfen der Adulten findet die Kopulation statt. Zur Eiablage (200 – 300 Eier) frisst das Weibchen einen kurzen Kanal in das Korn, legt das Ei hinein und verschliesst die Öffnung mit einem Sekretpfropf. Die ausschlüpfende Larve beginnt mit dem Frass und höhlt im Laufe der Entwicklung das Korn zum Teil aus. In dieser Kammer findet auch die Verpuppung statt und der frisch geschlüpfte Käfer bleibt noch für ein paar Tage dort bis zur Erhärtung. Dann frisst er sich nach aussen durch.

Die fusslose Larve braucht zum Fressen ein Widerlager. Deshalb ist die Entwicklung in losen Substraten, z.B. Mehl gar nicht oder nur sehr selten möglich (z.B. an den Wandungen der Behälter oder Verpackungen).

Die Imagines können nicht fliegen, da ihnen die Hinterflügel fehlen.

Ökologie

Temperatur: Gegenüber Minustemperaturen sind alle Stadien des Kornkäfers nicht sehr empfindlich. Noch bei -10 °C können 1 – 2 Wochen überlebt werden, bei – 15 °C ist es noch etwa ein halber Tag. Diese Toleranz erklärt, warum S. granarius vor allem in den gemässigten Klimagebieten der häufigste und wichtigste Schädling ist. Eine Überwinterung ist unter normalen Bedingungen in einem ungeheizten Getreidelager kein Problem. Sie ist auch im Freiland an geschützten Stellen in einem normalen Winter möglich. Der Entwicklungsnullpunkt liegt bei 9 – 10 °C, die Aktivität wird noch ein paar Grad tiefer eingestellt. Das Optimum für die Entwicklung liegt im Bereich von 25 – 27 °C, oberhalb von 30°C hören Eiablage und Entwicklung auf, und zwischen 33 – 38 °C ist die allgemeine Aktivität reduziert. Bei 40 °C tritt der Wärmetod ein.

Feuchtigkeit: Unter 30 – 40 % r. F. werden keine Eier mehr gelegt, die Entwicklungsdauer ist verlängert und die Lebensdauer der Imagines reduziert.

Nahrung: Die verschiedenen Getreidesorten beeinflussen auf unterschiedlichste Weise den Kornkäfer. So entstehen in Gerste (ohne Spelzen) die grössten Tiere, und die Überlebensrate ist am grössten. In Weizen ist das Geschlechterverhältnis der ausschlüpfenden Käfer zu Gunsten der Männchen verschoben, im Roggen zu Gunsten der Weibchen. Die Möglichkeit des Kornkäfers, sich in Eicheln zu entwickeln, lässt einen Schluss auf seine Herkunft zu. Das Hungervermögen der 

Imagines hängt stark von der Temperatur ab und kann im Aktivitätsbereich einige Monate betragen.

Gegenmassnahmen

Gegen die im Innern der Körner befindlichen Stadien können mit befriedigendem Erfolg nur Gase zur Vernichtung eingesetzt werden. Die Umgebung kann konventionell oder mit Wärmeverfahren behandelt werden.

 

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