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Gemeiner Speckkäfer (Dermestes lardarius)

Gemeiner Speckkäfer im Lager gesehen?

Vorkommen: In Wohnungen, fleischverarbeiten­den Betrieben, Darm- und Fellhandlungen. Im Freien an Aas, in Vogel- und Wespennestern und in Bienenstöcken.

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Nahrung

Tierische Produkte aller Art, wie fett­hal­tige Stoffe, Därme, getrocknete und geräu­cherte Fische und Fleischwaren, Knochen-, Fleisch- und Fischmehl, Federn, Felle, Milchpul­ver, Käse.

An pflanzlichen Produkten findet normalerweise nur dann eine Entwicklung statt, wenn auch Nah­rung tierischer Herkunft zur Verfügung steht (De­ckung des Sterolbedarfes). Die essentiellen Stoffe können auch durch Kannibalismus erwor­ben wer­den.

Schaden

Frassschäden, wie Lochfrass an Texti­lien, Haarausfall bei Pelzen, Frass an Lebensmit­teln, Befall von Geflügel, Zerstörung von Insek­ten­sammlungen. Bei der Anlage der Puppenwie­gen oberflächliche Zerstörung von unterschied­lichsten Materialien, wie Leder, Textilien, Holz, Kork, Pa­pier, Blei.

Verunreinigung mit Larvenhäuten und Kot.

Aussehen

Ei: glänzendweiss, länglich, 2 mm x 0,6 mm.

Larve: Eilarve 2 bis 3 mm, erwachsene Larve bis 13 mm. Unterseite hell, Oberseite bräun­lich. Am vorletzten Segment zwei gekrümmte Dornen, nach hinten und unten gerichtet. Dichte, verschieden lange, borstige Behaarung.

Puppe: weichhäutig, elfenbeinfarbig, 7 bis 10 mm lang, mit kurzer, feiner Behaarung.

Imago: 8 mm, dunkelbraun, Vorderhälfte der Flü­geldecken mit gelblicher, zackig begrenzter Haar­binde, Hinterhälfte schwarz behaart, Bauch­seite dunkelgrau.

speckkäfer und larven

Entwicklung

Die Gesamtentwicklung dauert bei 25°C etwa 1,5 Monate, bei 15°C fast 5 Monate. Die Dauer hängt auch von der Nahrung ab.

Die Zahl der Larvenstadien kann schwanken, meist haben die Männchen 4 bis 5, die Weibchen 5 bis 6. Die Lebensdauer beträgt unter normalen Bedingungen mehrere Monate.

Biologie und Verhalten

Nach der Überwinte­rung (meist in der Puppenhülle) beginnen die Imagines im Frühjahr mit dem Frass. Die Weib­chen legen dann 100 bis 200 Eier einzeln oder in kleinen Haufen in oder an das Nährsubstrat. Auch bei konstant hohen Temperaturen beginnt die Eiab­lage relativ spät nach dem Schlüpfen. Die Larven leben meist gesellig am und im Substrat. Die Ver­puppung findet ausserhalb der Nahrung in festem Material statt, in das sie sich einbohren. Die Puppe liegt in der letzten auf dem Rücken aufge­platzten Larvenhaut.

Die Imagines besitzen ein gutes Flugvermögen.

Ökologie

Temperatur: Larven und Imagines überwintern und können deshalb auch Minustem­peraturen für längere Zeit tolerieren. Als obere Grenze für die Eiablage und Entwicklung kann 30 °C gelten. Das Optimum liegt etwas tiefer. Die untere Entwicklungsgrenze ist etwa 15 °C. Die Imagines entwickeln sich bei dieser Temperatur noch normal, die Weibchen legen aber keine Eier mehr.

Feuchtigkeit: D. lardarius ist bei einer weiten Spanne der Luftfeuchtigkeit lebensfähig (30 bis 90 %). Bei Zugang zu Wasser werden aber mehr Eier produziert.

Licht: Der Speckkäfer ist nachtaktiv

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