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Die Taube - Ursprung, Verhalten und Biologie

Wissenswertes über die Taube

Hier erfahren Sie einige wissenswerte Informationen zu den "Ratten der Lüfte". Beispielsweise wo die Stadttaube ihren Ursprung hat und wie sie sich verhält. Anticimex macht sich dieses Wissen zu nutze, um geeignete Lösungen zur Vogel- und Taubenabwehr zu entwickeln.

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Stadttaube

In Großstädten treten verwilderte Haustauben, auch Stadttauben genannt, als Lästling, Hygieneschädling und Gebäudeverschmutzer auf. Sie stören durch ihr Gurren Menschen im Schlaf, verschmutzen mit ihrem Kot Fassaden an Gebäuden, verstopfen Regenrinnen durch Nesterbildung und können Krankheiten auf den Menschen übertragen.

Die Körperlänge der Stadttaube beträgt circa 31 bis 34 cm. Das Federkleid ist von großer Variabiltät gekenntzeichnet. Die Stadtaube ähnelt sehr der Felsentaube. 

 

Ursprung

Die Felsentaube aus dem vorderen Orient ist die Stammmutter der verwilderten Haustaube. Sie kommt vorwiegend in Afrika, Asien und Europa vor. Sie bildet große Brutkolonien an zerklüfteten Felsenküsten. Zur Nahrung gehören überwiegend Samen und Körner. Die Nahrungssuche erfolgt in Schwärmen. Felsentauben sind sehr ortstreu und leben in fester Paarbindung. Die Paare brüten zwei Mal im Jahr.

Die Haustaube wurde vor Jahrtausenden vom Menschen aus der Felsentaube gezüchtet. Durch die Zucht konnte die Haustaube ganzjährig brüten. Durch ihr hervorragendes Heimfindevermögen und ihre hohe Fluggeschwindigkeit wurde sie für den Nachrichtentransport und den Taubenflugsport genutzt. Die Menschen nahmen ihre Haustauben mit auf Reisen. So wurden Sie überall heimisch. Den Grundstock für die Stadttauben bildeten somit entflogene oder ausgesetzte Haustauben.

Durch das Wachsen der Großstädte überall auf der Welt und den beiden Weltkriegen, fanden die Vögel genug Brutplätze in Form von Ruinen, Häusern mit sanierungsbedürftiger Bausubstanz, Bahnhöfen und Brücken. Sie konnten sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts rasant vermehren.

Tauben beim Fressen

 

Biologie

Verwilderte Haustauben fressen neben der Hauptnahrung (Körner und Pflanzensamen) auch Brot, Brötchen, gekochte Kartoffeln und sogar Bockwurst. Die von falsch verstandenen Tierschützern durchgeführten Fütterungen führen zum Erhalt von mit Krankheiten durchsetzten Großschwärmen und verhindern die natürliche Auslese.

Tauben in der Innenstadt

Nistmöglichkeiten finden die Tauben in den Städten nicht nur in Ruinen, sondern auch unter Brücken, in Nischen an Hausfassaden, auf ungenutzten Dachböden und in Kirchen. In einem einfachen Nest aus Abfallmaterialien werden vom Weibchen zwei Eier gelegt. Nach ca. 18 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die als Nesthocker bis zu 36 Tage im Nest gefüttert werden.

 

Verhalten

Wie ihre Stammutter treten die verwilderten Haustauben in Schwärmen in angestammten Revieren auf. Eine Zuwanderung aus anderen Schwärmen ist möglich. Die Brut- und Nistplätze sind meistens nicht mit den Fraßplätzen identisch. Dies kann zu unterschiedlichen Brut- und Fraßschwärmen führen. Am Brut- wie Fraßplatz treten der Hackordnung entsprechend dominante Tiere auf und besetzen die besten Plätze.

Tauben auf einem Platz in der Stadt

 

Gefährdung

Medizinische Bedeutung haben verwilderte Haustauben als Überträger von Krankheiten wie Salmonellose, Ornithose, Toxoplasmose, Aspergillose etc. Neben der Gefahr der Übertragung von Krankheitskeimen können sie auch Parasiten (Taubenzecke, rote Vogelmilbe) und Materialschädlinge (Speckkäfer, Textilmotten, Fliegen) in Gebäude einschleppen.

Aber auch Gebäudeschäden werden von verwilderten Haustauben verursacht. Von einer Taube werden im Jahr ca. 12 kg Nasskot abgegeben, der vorwiegend an den Ruheplätzen anfällt, dort Häuserfassaden und Bürgersteige verschmutzt, Dachrinnen blockiert und durch seine Aggressivität, bedingt durch Säuren und Pilzbefall, die Bausubstanz angreift.

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Taube beim Trinken

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